{"id":8714,"date":"2026-06-13T15:39:58","date_gmt":"2026-06-13T15:39:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.maldingen.be\/?p=8714"},"modified":"2026-06-19T16:02:45","modified_gmt":"2026-06-19T16:02:45","slug":"die-ambition-etwas-zu-verbessern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.maldingen.be\/index.php\/2026\/06\/13\/die-ambition-etwas-zu-verbessern\/","title":{"rendered":"\u201eDie Ambition, etwas zu verbessern\u201c"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-post\" data-elementor-id=\"8714\" class=\"elementor elementor-8714\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-978cd1a e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"978cd1a\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-c62b7c0 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"c62b7c0\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Kommunalpolitik: Nach dem R\u00fccktritt von Serge Dollendorf \u2013 Chris Maus r\u00fcckt in das Sch\u00f6ffenkollegium von Burg-Reuland auf<\/p><p><strong>Mit dem R\u00fccktritt von Serge Dollendorf bekleidet Chris Maus seit Ende April das Amt des dritten Sch\u00f6ffen in der Gemeinde Burg-Reuland \u2013 und ist mit 26 Jahren aktuell der j\u00fcngste Amtsinhaber in der Deutschsprachigen Gemeinschaft. Zust\u00e4ndig ist er k\u00fcnftig f\u00fcr die Bereiche Wasserversorgung, Umwelt und Abfallentsorgung, Wirtschaftsf\u00f6rderung, Forst- und Landwirtschaft, sanfte Mobilit\u00e4t sowie die LAG \u201e100 D\u00f6rfer \u2013 1 Zukunft\u201c. (Von Jan Johanns)<\/strong><\/p><p>Politisch interessiert war Chris Maus schon lange, der Schritt in die Gemeindepolitik kam jedoch sehr spontan: \u201eDamals ist Danny Sch\u00fcr an mich herangetreten und fragte, ob das nichts f\u00fcr mich w\u00e4re und ich doch mal gucken kommen soll. Wir hatten dann eine erste Versammlung, sp\u00e4ter eine zweite und eine dritte \u2013 und irgendwann musste man sich entscheiden, ob man mit auf die Liste geht.\u201c<\/p><p><strong>Das hervorragende Wahlergebnis kam<\/strong><br \/><strong>v\u00f6llig unerwartet.<\/strong><\/p><p>Bei den Wahlen im Oktober 2024 folgte f\u00fcr ihn die gro\u00dfe \u00dcberraschung: Mit 469 Stimmen erzielte er auf der Liste Aktiv gestalten das viertbeste Einzelergebnis aller Kandidaten. \u201eDas war heftig, damit h\u00e4tte ich niemals gerechnet. Ein Sch\u00f6ffenamt wollte ich aber nicht direkt annehmen, weil ich darauf nicht vorbereitet war \u2013 auch, weil es beruflich nicht vorgesehen war, einen solchen Kaltstart hinzulegen.\u201c Zu dieser Zeit war Chris Maus noch vollzeitig in einem Gartenbaubetrieb angestellt, nachdem er 2024 sein Studium der Agronomie und Forstwirtschaft abgeschlossen hatte. <br \/>Gerade das Studium in La Reid f\u00fchrte dazu, dass er zu Beginn der Legislaturperiode als \u201eSonderbeauftragter\u201c bereits mit den Zust\u00e4ndigkeiten im Forst sowie in den Bereichen sanfte Mobilit\u00e4t und LAG \u201e100 D\u00f6rfer \u2013 1 Zukunft\u201c betraut wurde. \u201eDass ich das Sch\u00f6ffenamt von Serge \u00fcbernehmen werde, wurde damals bei der Verteilung der Zust\u00e4ndigkeiten bereits einmal angesprochen und danach auch konkreter \u2013 bis Serge auf mich zukam und seine R\u00fccktrittsabsichten fr\u00fcher als gedacht erkl\u00e4rte\u201c, erinnert sich der Maldinger. Hinter verschlossenen T\u00fcren wurde der Wechsel anschlie\u00dfend vorbereitet: \u201eAb vergangenem Winter habe ich dann immer wieder schon an Kollegiumssitzungen teilgenommen.\u201c Seine berufliche T\u00e4tigkeit im Gartenbaubetrieb hat er mittlerweile auf 80 Prozent reduziert.<br \/>Dass das Amt mit Herausforderungen und einem stetigen Lernprozess verbunden ist, sei ihm bewusst \u2013 auch wenn er sich der Aufgabe gewachsen sieht: \u201eSonst h\u00e4tte ich es nicht angenommen. Man hat im Gemeinderat in den vergangenen anderthalb Jahren ja auch schon einen guten Eindruck und Einblick in verschiedene Angelegenheiten erhalten. So k\u00f6nnen jetzt auch viele Dinge reibungslos weiterlaufen. Gleichzeitig hat man eine kompetente Verwaltung im R\u00fccken, die man immer fragen kann.\u201c<\/p><p><strong>Kommunikation sieht er als zentrale Aufgabe in der Gemeindearbeit.<\/strong><\/p><p>F\u00fcr ihn sei es wichtig, sich durchzubei\u00dfen und seine Kompetenzen einzubringen, \u201eauch wenn man mit 26 Jahren das Rad nicht neu erfinden kann\u201c. Gerade die Kommunikation zwischen Verwaltung, B\u00fcrgern und anderen Diensten sowie das Einholen unterschiedlicher Meinungen seien ihm bereits in den ersten Wochen als besonders wichtig aufgefallen. \u201eEs ist schon erstaunlich zu sehen, womit die B\u00fcrger alles zur Gemeinde kommen \u2013 auch bei Themen, f\u00fcr die wir oft gar nicht zust\u00e4ndig sind. Trotzdem muss man die Sorgen der Leute verstehen, sie gegebenenfalls an andere Stellen weiterleiten und versuchen, schnell zu helfen. Wobei \u201aschnell\u2018 in der \u00f6ffentlichen Verwaltung relativ ist. Vieles ist mit sehr aufwendigen Verfahren verbunden, weil am Ende alles mit \u00f6ffentlichen<br \/>Geldern zusammenh\u00e4ngt. Auch das habe ich bereits lernen m\u00fcssen.\u201c<br \/>Im Bereich seiner Zust\u00e4ndigkeiten habe sich auch sein Blick auf die Arbeit des Gemeinderats<br \/>ver\u00e4ndert. \u201eUnsere F\u00f6rster machen wirklich einen guten Job, und der Forst bleibt f\u00fcr uns \u00fcberlebenswichtig. Deshalb muss man auch dort st\u00e4ndig das Gespr\u00e4ch suchen. Auf den Parzellen, auf denen Forstwirtschaft betrieben<br \/>werden kann und wo sie m\u00f6glich und sinnvoll ist, m\u00fcssen wir sie auch beibehalten\u201c, so Chris Maus. Auch deshalb sei eine Reform der Forstverwaltung auf Ebene der Wallonischen Region aus seiner Sicht unabdingbar: \u201eWenn wir als Gemeinde ein Privatunternehmen mit der Verwaltung unserer W\u00e4lder beauftragen m\u00fcssten, w\u00e4re die Rentabilit\u00e4t kaum noch gegeben. Dabei geht es nicht nur um die reine Bewirtschaftung der W\u00e4lder. Die F\u00f6rster \u00fcbernehmen in unserer Gegend zahlreiche weitere Aufgaben, die f\u00fcr die Gemeinden von gro\u00dfer Bedeutung sind: Sie verf\u00fcgen \u00fcber polizeiliche Kompetenzen, begleiten Genehmigungsverfahren und sind wichtige Ansprechpartner vor Ort. Ich wei\u00df nicht, ob der Wallonischen Region \u00fcberhaupt bewusst ist, wie wichtig die Arbeit des Forstamtes f\u00fcr die Gemeinden ist.\u201c <br \/>Den Bereich der Finanzen hat Chris Maus nicht von Serge Dollendorf \u00fcbernommen \u2013 auch wenn dies zwischenzeitlich im Raum stand. \u201eDer Haushalt ist schon ein sehr umfangreiches Dossier, das f\u00fcr mich mittlerweile zwar m\u00f6glich gewesen w\u00e4re. Aber ich habe im Kollegium gesagt, dass ich mich zun\u00e4chst eher auf die anderen Themenbereiche fokussieren m\u00f6chte. Schlie\u00dflich stehen dort gro\u00dfe Dinge an, zum Beispiel im Wasserdienst.\u201c<br \/>Konkret wird es derzeit bei der\u00a0 Wasseraufbereitungsanlage und Pumpstation Luxibout. Aber auch Personalsorgen im Wasserdienst besch\u00e4ftigen die Gemeindeverantwortlichen. Weiterhin Thema ist zudem die Kl\u00e4ranlage bei Oudler. Erste Versammlungen mit der AIDE stehen auf dem Programm, auch wenn Chris Maus dabei mit Gegenwind aus der Bev\u00f6lkerung rechnet. \u201eAbwasser ist umwelttechnisch gesehen im Our- und Ulftal und rund um Oudler ein gro\u00dfes Problem. Leitungen liegen ja bereits, und das Projekt steht eigentlich vor der Realisierung. Die Bedenken der Bev\u00f6lkerung kann ich dabei nat\u00fcrlich auch verstehen. Nun muss ein Konsens gefunden werden.\u201c<br \/>In der LAG \u201e100 D\u00f6rfer \u2013 1 Zukunft\u201c ist Chris Maus seit Beginn der Legislaturperiode Teil des Verwaltungsrats. Dort st\u00fcnden \u201eeinige sch\u00f6ne Projekte vor der Realisierung\u201c, berichtet er. Auf dem Gebiet der Gemeinde Burg-Reuland sind etwa Espeler und Maldingen in das LEADER-Projekt des Naturparks \u201eGr\u00fcne D\u00f6rfer, Resilienz und aktive Dorfgemeinschaften\u201c eingebunden. \u201eF\u00fcr die Ortschaften und die Dorfgemeinschaften ist das sehr fruchtbar.\u201c Ein weiteres Projekt befasst sich mit der nachhaltigen Gestaltung von Wohnraum, \u201ewas auch f\u00fcr unsere Gemeinde \u2013 gerade mit den vielen Ruinen in Burg-Reuland \u2013 interessant sein kann\u201c. Die Interessen der D\u00f6rfer und B\u00fcrger der Gemeinde Burg-Reuland im Verwaltungsrat zu vertreten, empfindet er als sehr bereichernd. Dazu geh\u00f6re auch, Ergebnisse von Studien in den Gemeinderat hineinzutragen oder aktiv auf D\u00f6rfer zuzugehen, wenn er Potenzial f\u00fcr ein Projekt sieht. Das liege ihm auch deshalb nahe, weil er selbst gerne im Dorfleben in Maldingen aktiv ist \u2013 unter anderem als Kassierer im Junggesellenverein oder in der Dorfgruppe. <br \/>Was er gerne weiter vorantreiben m\u00f6chte, sei, \u201e\u00fcber die Gemeindegrenzen hinaus zu denken\u201c. In diese Richtung werde zwar bereits mehr unternommen, etwa bei der gemeinsamen Ausschreibung des Wegeunterhalts mit Amel. Dennoch sollte aus seiner Sicht in verschiedenen Bereichen noch st\u00e4rker zusammengearbeitet werden.<\/p><p><strong>Der Spa\u00df an der Aufgabe bleibt eine wichtige Voraussetzung.<\/strong><\/p><p>Ob er in jungen Jahren bereits zu fr\u00fch f\u00fcr eine langfristige politische Karriere ausgelaugt werde, m\u00fcsse sich zeigen. \u201eAm Ende des Tages muss es mir Spa\u00df machen \u2013 was momentan definitiv der Fall ist.<br \/>Wenn nicht mehr, h\u00f6re ich halt auf. Aber man hat schon die Ambition, etwas zu verbessern und etwas zu erreichen.\u201c <br \/>Gerade das st\u00e4ndige Stehen in der \u00d6ffentlichkeit habe er in den ersten Wochen bereits deutlich gemerkt. \u201eZun\u00e4chst gab es viele Gl\u00fcckw\u00fcnsche, und im zweiten Satz kamen dann schon Nachfragen, ob ich in diesem oder jenem Bereich nicht t\u00e4tig werden k\u00f6nnte. Dabei gehe ich auch gerne noch mit Freunden auf den Ball oder die Disco. Und dort bin ich dann schon lieber als Privatperson und nicht als Sch\u00f6ffe unterwegs\u201c, sagt er abschlie\u00dfend.\u00a0<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-249d989 e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"249d989\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-d8b3589 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"d8b3589\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Quelle: Grenz-Echo 13.06.2026<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kommunalpolitik: Nach dem R\u00fccktritt von Serge Dollendorf \u2013 Chris Maus r\u00fcckt in das Sch\u00f6ffenkollegium von Burg-Reuland auf Mit dem R\u00fccktritt von Serge Dollendorf bekleidet Chris Maus seit Ende April das Amt des dritten Sch\u00f6ffen in der Gemeinde Burg-Reuland \u2013 und ist mit 26 Jahren aktuell der j\u00fcngste Amtsinhaber in der Deutschsprachigen Gemeinschaft. 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